Fernfahrt 2026 - Ticino
Am Samstagmorgen war es endlich so weit: Unsere Fernfahrt ins Tessin konnte startem. Treffpunkt war die BP Tankstelle in Kriessern, wo sich 12 Vespen für die gemeinsame Reise Richtung Süden bereit machten.
Das Wetter zeigte sich zu Beginn noch etwas zurückhaltend. Bewölkter Himmel und feuchte Strassen begleiteten uns auf den ersten Kilometern. Doch je weiter wir Richtung Graubünden fuhren, desto freundlicher wurden die Bedingungen. Nach einem ersten Kaffeehalt in Landquart zeigte sich der Himmel bereits deutlich heller – beste Voraussetzungen für die Weiterfahrt.
Durch das Bündnerland ging es Richtung Splügen, wo wir unseren Mittagshalt einlegten und uns für den wohl schönsten Abschnitt des Tages stärkten. Nach dem Essen wartete der Splügenpass auf uns. Kurve um Kurve schraubten wir uns hinauf und überquerten die Alpen Richtung Italien.
Kaum auf der Südseite angekommen, änderte sich nicht nur die Landschaft, sondern auch das Wetter. In Chiavenna empfingen uns sommerliche Temperaturen und echtes Italien-Feeling. 🌴☀️ Natürlich durfte hier der obligatorische Espresso nicht fehlen. Für den passenden Apéro sorgte Luigi: Als echter Italiener und weil er bald nach Italien auswandern wird, liess er es sich nicht nehmen, uns ein Glas Prosecco zu spendieren. Salute und grazie, Luigi! 🥂
Von Chiavenna führte uns die Reise weiter entlang des Comer Sees. Bei mittlerweile herrlichem Sommerwetter genossen wir die Fahrt Richtung Chiasso, wo wir unser Nachtquartier erreichten.
Nach dem Einchecken im Hotel war es Zeit für den gemütlichen Teil des Tages. Bei einem kühlenden Getränk stiessen wir auf die gelungene Etappe an, bevor wir uns zum gemeinsamen Abendessen aufmachten. Gutes Essen, viele Gespräche und natürlich die eine oder andere Geschichte des Tages sorgten für einen gemütlichen Abschluss.
Über den San Bernardino zurück ins Rheintal
Der Sonntagmorgen begrüsste uns wieder mit einem grauen und stark bewölkten Himmel. Von Chiasso aus machten wir uns auf den Weg Richtung Luganersee.
Schon nach kurzer Zeit hiess es Regenkleider anziehen. Eine kleine Gewitterzelle zog über uns hinweg und sorgte für eine kurze Zwangspause. Auf den nächsten Kilometern entlang des Luganersees bis Ponte Tresa begleitete uns noch etwas Nieselregen.
Da die Strassen stellenweise nass und rutschig waren, entschieden wir uns, unsere ursprünglich geplante Route etwas anzupassen. Über Agno und den Monte Ceneri führte uns der Weg Richtung Bellinzona. Schon bald wurde das Wetter wieder freundlicher und wir konnten die Fahrt durch das Tessin wieder richtig geniessen.
Von Bellinzona ging es weiter das Misox hinauf Richtung San Bernardino. Im Dorf legten wir unseren Mittagshalt ein und stärkten uns bei einem feinen Essen für die bevorstehende Passfahrt.
Anschliessend wartete mit dem San-Bernardino-Pass nochmals ein echtes Highlight auf uns. Kurve um Kurve ging es hinauf zur Passhöhe und auf der anderen Seite zurück ins Bündnerland. Von dort führte uns die Reise weiter bis nach Chur.
Dort zeigte sich das Wetter nochmals von seiner sonnigen Seite. Bei einem letzten gemeinsamen Kaffee liessen wir die vergangenen zwei Tage Revue passieren, bevor wir die letzten Kilometer durchs Rheintal unter die Räder nahmen.
Am Abend erreichten wir wieder unseren Ausgangspunkt in Kriessern. Dort verabschiedeten wir uns voneinander und jeder nahm die letzten Kilometer nach Hause individuell unter die Räder.
Zwei Tage, zwei beeindruckende Alpenpässe, kurvenreiche Strassen, wechselnde Landschaften, ein Abstecher nach Italien und viele gemeinsame Kilometer auf unseren Vespen. Dazu gutes Essen, gesellige Abende und jede Menge Spass unterwegs – eine rundum gelungene Fernfahrt mit einer tollen Truppe.
Genau für solche gemeinsamen Erlebnisse gibt es unseren Vespa Club. 🛵💪